Zwölf angehende Nonprofitmanager/innen stellen sich vor:

Meine Erfahrungen und Auslandsaufenthalte in den letzten Jahren sowie mein fachliches Wissen insbesondere im Bereich der Menschenrechte haben mich menschlich und politisch geprägt und bewegten mich dazu, meine ideellen Vorstellungen auch in mein Berufsleben einzubringen. Praktika im NGO-Bereich haben mir gezeigt, dass Fachwissen gefragt, zum Beispiel im Akquirieren von Geldern, Organisation und Verwaltung der NPO. Durch mein erstes Studium der Politikwissenschaften fühle ich mich inhaltlich gut auf das Berufsleben vorbereitet. Methodisch möchte ich mich jedoch im NPO-Management weiterqualifizieren, um den steigenden Ansprüchen an Berufseinsteiger in diesem Bereich gerecht zu werden.

Lena Gond: 27 Jahre, Diplom-Politologin (FH), Hochschule Bremen. Praktika: Deutsches Institut für Menschenrechte (Berlin), Commonwealth Human Rights Initiative (Neu Delhi), Europäisches Informationszentrum (Berlin). Stipendien: Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung, Auslands-Stipendium der InWEnt gGmbH, Wissenschaftspreis 2008 des Nds. Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Das Masterprogramm Management in Nonprofit-Organisationen ist für mich ein wichtiger Schritt in der erfolgreichen Umsetzung meiner beruflichen Ambitionen. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung im NGO-Sektor in Polen wollte ich mein Berufsprofil um neue Kernkompetenzen und Erfahrungen im internationalen Umfeld erweitern. Dank eines Stipendiums des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erhielt ich die Möglichkeit, den deutschen und internationalen NPO-Sektor grundlegend kennen zu lernen. Das praxisbezogene Studienprogramm betrachte ich als Schlüssel, um mich auf das professionelle Engagement im NPO-Sektor auf der internationalen Ebene vorzubereiten.

Wojciech Roskiewicz: 26 Jahre, M.A. Internationale Beziehungen, Universität Wroclaw/Polen. Berufliche Erfahrung: Foundation for the Promotion of Congress Tourism Convention Bureau-Wroclaw (Polen), Volunteers for Wroclaw (Polen), Niederschlesische Handwerkskammer Wroclaw (Polen), DAAD-Stipendiat

Mir ist insbesondere durch zwei Praktika in den Bereichen Kulturmanagement und der Entwicklungspolitik klar geworden, dass für eine Position als Führungskraft im Nonprofit-Bereich grundlegende Management-Kompetenzen unabdingbar sind. Diese werden mir nun von der Fachhochschule Osnabrück in einem angenehmen Lernumfeld geboten, indem ich durch hoch qualifizierte Professorinnen und Professoren gefordert und individuell gefördert werde. Auch die bunte, nicht nur fachliche, sondern auch kulturelle Zusammenstellung der Teilnehmer haben für mich persönlich zu einen enormen Wissenszuwachs geführt. Durch den Praxisbezug konnte ich wertvolle Kontakte knüpfen, die für meine weitere Laufbahn von großer Bedeutung sind.

Judith Ojinnaka: 27 Jahre, B.A. Modern Languages and Intercultural Communication, University of Southern Denmark. Praktika/ Berufserfahrung: Entwicklungshilfeorganisation BOTHO (Kapstadt, Südafrika), Programmkoordinatorin beim DAAD (Rio de Janeiro, Brasilien), Projektstudie bei terre des hommes (Maputo, Mosambik), Teilnahme am Projekt Model United Nations (OsnaMUN) der Universität Osnabrück

Der Masterstudiengang „Management in Nonprofit-Organisationen“ baut optimal auf meinem vorherigen Studium der Sozialwirtschaft auf und vertieft bereits vorhandene Managementkenntnisse. Mein Ziel ist es, nach dem Studium in einer national oder international tätigen Hilfsorganisation eine Beschäftigung zu finden, vorzugsweise im Bereich Konzeption und Organisation. Für eine Spezialisierung auf den Nonprofit-Bereich habe ich mich entschieden, da hier der Zweck der Organisation und nicht deren Gewinne im Vordergrund stehen.

Aaron Erd: 25 Jahre, Diplom-Sozialwirt (FH), Hochschule Kempten (Allgäu), Berufserfahrung: Rettungssanitäter beim Deutschen Roten Kreuz, Ulm. Praktika: Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband (Kempten), Rotes Kreuz Oberallgäu, Kreisverband (Kempten), Allgäuer Werkstätten (Kempten).

Ich studiere das Master-Programm „Management in Non-Profit-Organisationen“, da ich hier die Möglichkeit habe, mir einen Gesamtüberblick verschiedener Zusammenhänge zu erarbeiten. Meine bisherige Berufspraxis als Sozialpädagogin zeigte mir, dass sich Nonprofit-Organisationen zunehmend auf sich ändernde ökonomische Rahmenbedingungen einstellen müssen. Ich nehme das Studium als sehr bereichernd wahr: Die Kombination aus meinen praktischen Erfahrungen und dem Masterstudium ermöglicht es mir, neue berufliche Ziele zu entwickeln und auch mich selbst weiterzuentwickeln.

Marlene Walk: 26 Jahre, Diplom-Sozialpädagogin/Sozialarbeiterin (FH), Fachhochschule Hildesheim. Berufserfahrung: Jugendbildungsreferentin der Kolpingjugend Diözesanverband Osnabrück, Bildungsreferentin des Regionsjugendringes Hannover. Stipendien: „Campus of Excellence“, InWEnt-Auslandsstipendium

Überzeugend für mich ist der ausgeprägten Praxisbezug sowie die hohe Motivation und Kompetenz der Lehrenden an der Fachhochschule Osnabrück. Durch die Flexibilität bei der Auswahl von eigenen Praxisprojekten und die kleinen Kursgruppen lerne ich in den zwei Jahren Master-Studium mehr fürs Arbeitsleben als zuvor in den vier Jahren an der Universität.




Sebastian Zösch:
28 Jahre, B.Sc. Cognitive Science, Universität Osnabrück. Rettungssanitäter beim Arbeiter-Samariter-Bund (Erlangen), Trainee bei People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), Vorstandsmitglied des Vegetarierbund Deutschlands e.V.

Ich studiere das Masterprogramm Management in Nonprofit-Organisationen um meine praktischen Erfahrungen durch theoretische/wissenschaftliche Kenntnisse zu verstärken; neue Trends im Non-Profit Sektor zu erfahren und neue Ideen für soziale Projekte zu entwickeln; das wissenschaftliche Arbeiten weiterzuentwicklen; den internationalen Mastergrad zu bekommen; die deutsche Sprache zu lernen, deutsche Kultur und Traditionen näher zu erfahren und um neue Leute kennenzulernen.


Kamilya Bockhorst
: 27 Jahre, Ärztin, Studium der Medizin, Samarkand State Medical Institute, Usbekistan. Masterstudium "Management im Gesundheitswesen und Öffentliches Gesundheitswesen", TEMPUS/TACIS Projekt zwischen dem staatlichen Institut für Pädiatrie (Taschkent, Usbekistan) und der Fachhochschule Osnabrück. Berufstätigkeiten in Medizin, Pharmaindustrie und privatwirtschaftliche Unternehmen. DAAD-Preis 2007

Nach Abschlusss meines Studiums "Business Studies" arbeitete ich überwiegend in Non-Government-Organisationen in Nepal. Deshalb entwickelte sich mein berufliches Interesse mehr und mehr in diese Richtung. Ich entschloss mich daher, noch ein Studium aufzunehmen, um mich weiter zu qualifizieren. Weil es in Nepal einen solchen Studiengang nicht gibt, bin ich in meiner Suche auf das Programm der Fachhochschule Osnabrück gestoßen. Nach Abschluss des Studiums möchte ich nach Nepal zurückgehen und in einer internationalen Non-Government- oder Non-Profit-Organisation arbeiten.

Rabin Bista: 29 Jahre, M.A. Business Studies, Tribhuvan University (Kathmandu, Nepal). Berufstätigkeiten: Interplast Germany e.V. (Sushma Koirala Memorial Hospital, Sankhu, Nepal), Medical Emergency Relief International (Kathmandu, Nepal). Herr Bista ist Empfänger eines DAAD-Matching-Fundsstipendiums, welches das Internationale Büro der Fachhochschule aus Mitteln des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Bernward-Clasen-Vereins vergibt.

Das Studium vermittelt nicht nur eine ganze Bandbreite an besonderem Fachwissen über den Nonprofit-Sektor, sondern auch fundiertes Management-Wissen für den späteren Beruf. Neben grundlegenden Theorien werden auch aktuelle (wirtschafts-)politische Aspekte hinterfragt, diskutiert und analysiert. Die Dozenten bringen Erfahrungen aus der Wissenschaft und Praxis mit und können Themen dadurch gut veranschaulichen. Vor allem gefallen mir auch das internationale Umfeld mit vielen ausländischen Studenten und die zahlreichen Möglichkeiten, ein Auslandssemester zu absolvieren, sehr gut.

Carola Ritzenhoff: 25 Jahre, B.A. Geschichte und Journalismus, Universität Karlsruhe. Praktika in verschiedenen Medienanstalten (VOX, ARD, SWR) und bei der Deutschen Krebshilfe (Bonn).

Bereits während meines Studiums der Volkswirtschaftslehre habe ich mich mit Themen des Nonprofit Bereiches beschäftigt. Durch meine Diplomarbeit bei der Robert Bosch Stiftung im Bereich des Controllings wurde dieses Themengebiet noch erweitert und vertieft. Deshalb entschloß ich mich, im Anschluß an eine Berufstätigkeit, mich über einen Studiengang im Bereich Nonprofit Management weiterzuqualifizieren. Da in Deutschland dieser Studiengang an einer Fachhochschule nahezu einmalig in Osnabrück ist, war für mich recht schnell klar, dass dieser Studiengang mein bisheriges Studienprofil optimal ergänzen würde.

Dirk Rieber: 32 Jahre, Diplom-Volkswirt (FH), Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, (Nürtingen) und Universität Heidelberg. Berufstätigkeit als Disponent, Auslandsstudiensemester an der University of Wisconsin - Milwaukee, USA (Master of Science in Nonprofit-Management and Leadership)

 

Nach meinem inhaltlich sehr interessanten, aber eher theoretisch ausgerichteten Bachelor-Programm „Europäische Studien“ habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, mein theoretisches Wissen „praxistauglich“ zu machen. Durch den neuen Master Management in Nonprofit-Organisationen bekomme ich das richtige Handwerkszeug, um mich später auf dem Arbeitsmarkt bewähren zu können. Das Spannungsfeld „zwischen Staat und Markt“, das wir im Rahmen des Master erkunden, ist auch Spiegelbild meines akademischen Weges: von den Sozialwissenschaften hin zur BWL. Gerade dass wir oft Neuland betreten, macht den Master für mich so attraktiv. Mein Wunsch ist, Bachelor- und Masterinhalte verknüpfen zu können.

Tina Jansen: 23 Jahre, B.A. Europäische Studien, Universität Osnabrück. Praktika: Projektwerkstatt Umwelt und Entwicklung e.V. (Hannover), Euregio Maas-Rhein (Maastricht), Tätigkeiten im Büro des Europaabgeordneten Markus Ferber (Straßburg), Mitglied im Arbeitskreis der Ludwig-Windthorst-Stiftung (Lingen)

Nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Studium suchte ich nach Möglichkeiten, mein erworbenes Wissen zu vertiefen. Das Angebot des Masters ist hierfür ideal. Die Fächerkombination passt sehr gut zu meinem vorherigen Studium und deckt sich wunderbar mit meinen persönlichen Interessen. Die Möglichkeit einer anschließenden Promotion und der Erhalt der Zugangsberechti-gung für den höheren Dienst erhöhte die Attraktivität des Studiengangs nochmals, was mir die Entscheidung schließlich vereinfachte. 

Daniel Kiesel: 23 Jahre, Diplom-Sozialwirt (FH), Fachhochschule Kempten,
Praktika: Diakonisches Werk (Kempten), Stiftung Liebenau (Meckenbeuren).