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Möglichkeiten für eine nachhaltige ökologische Transportlogistik

Ein vollkommen neues Schienentransportsystem könnte durch die Kombination von konventioneller Schienentechnik und Transrapidantrieb einen Beitrag zu einer nachhaltigen ökologischen Transportlogistik leisten
Am 12.11.2009 hielten Prof. Dipl.-Ing. Wolfgang Bode, Fachhochschule Osnabrück, und Dipl.-Geogr. Alissa Ziegler, LOGIS.NET, ein Referat zu dem Thema "Möglichkeiten für eine nachhaltige ökologische Transportlogistik". Das Referat wurde im Rahmen der IHK-Veranstaltung "Nachhaltigkeit in Logistikketten" gehalten, welche in Kooperation mit der Bundesvereinigung für Logistik (BVL) im Anschluss an eine Sitzung des Verkehrsausschusses der IHK Osnabrück-Emsland stattfand.
Frau Ziegler stellte in ihrem Vortragsteil die verschiedensten aktuellen Möglichkeiten zu mehr Energie- und Umwelteffizienz in der gesamten Logistikkette dar, und Prof. W. Bode erläuterte die zukünftig notwendigen technischen Lösungen zur Beherrschung der langfristig weiterhin stark anwachsenden Gütertransportströme. Eine Idee ist dabei, zukünftig den Straßengüterverkehr umfangreich auf ein neues Schienentransportsystem zu verlagern, das einerseits mit der konventionellen Schienentechnik des bestehenden Bahnsystems als tragende Trasse und andererseits mit dem stationären Linearmotor der Transrapidtechnik arbeitet.
Das vorgestellte System weist folgende Merkmale auf:
- Pro Streckenabschnitt und Zeiteinheit können vergleichsweise ca. zehnmal mehr Güter bewegt werden;
- Spezielle Waggons mit Einzelsteuerungen und jeweils individuellem Antrieb, Linearmotor in der Trasse;
- In konventionellen Schienensystemen können die Waggons auch mit konventionellen Lokomotiven bewegt und auch in beiden Systemen mechanisch gekoppelt werden;
- Der Rangieraufwand wird erheblich reduziert, da über Weichen die Waggons einzeln gesteuert sind.
Das Gesamtsystem ist aufgrund der genannten Merkmale wesentlich wirtschaftlicher und leistungsfähiger als die konventionelle Bahntechnik.
In weiteren Beiträgen von Referenten aus verschiedenen Unternehmen wurden konkrete und unternehmensspezifische Maßnahmen zur Erhöhung der Nachhaltigkeit in der Logistikkette dargestellt.
Insgesamt war das Resümee der Veranstaltung, dass auch bei den Verantwortlichen von Logistikprozessen das Umweltbewusstsein deutlich gestiegen ist und dass immer häufiger entsprechende Maßnahmen in den Unternehmen bewusst eingeführt werden, auch wenn sie häufig noch keine rechenbare Wirtschaftlichkeit erbringen. Allerdings sind diese eher freiwilligen Maßnahmen im Vergleich zu der immer schnelleren Entwicklung im Klimawandel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht durchgreifend genug, so dass durchgreifende Vorgaben und Bestimmungen der Politik immer notwendiger werden.


