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Mittwoch, 28. Oktober 2009, 14.10 Uhr

Eliten für den Süden

Bei der Ausbildung von Führungskräften für die Länder Afrikas, Lateinamerikas, Südostasiens sowie des Nahen und Mittleren Ostens sind die beiden Osnabrücker Hochschulen ganz vorn dabei. 22 Stipendiaten studieren zurzeit mit Mitteln des Auswärtigen Amtes an der Universität und Fachhochschule Osnabrück

Universität und Fachhochschule Osnabrück gewinnen Ausschreibung in internationalem Stipendienprogramm.

 

Bei der Ausbildung von Führungskräften für die Länder Afrikas, Lateinamerikas, Südostasiens sowie des Nahen und Mittleren Ostens sind die beiden Osnabrücker Hochschulen ganz vorn dabei. Mit den Masterstudiengängen "Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft" (Universität) und "Management in Nonprofit-Organisationen" (Fachhochschule) konnten sie sich im Wettbewerb um internationale Stipendienprogramme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erfolgreich durchsetzen. Insgesamt werden in ganz Deutschland nur fünf Studiengänge, davon vier an Universitäten, gefördert.

 

Finanziert wird das neue Stipendienprogramm aus Mitteln des Auswärtigen Amtes. Die Bundesregierung möchte damit einen Beitrag zur Unterstützung guter Regierungsführung und zivilgesellschaftlicher Aktivitäten in ausgewählten Partnerländern und -regionen leisten. Insgesamt beläuft sich die Summe der nach Osnabrück fließenden Stipendien und Betreuungsmittel auf eine Million Euro.

 

Der erste Jahrgang von insgesamt 22 in einem harten Bewerbungsverfahren ausgewählten Stipendiaten hat inzwischen das Studium in Osnabrück begonnen, davon 14 im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität und acht an der Fachhochschule. Die Studierenden aus Äthiopien, Brasilien, Indonesien, Uganda, Zimbabwe und weiteren Ländern des Südens erhielten vor Studienbeginn einen sechsmonatigen Deutschkurs. Neben der Finanzierung ihres zweijährigen Studienaufenthaltes fördert der DAAD ihre akademische und soziale Betreuung im Rahmen von Exkursionen, Tagungen, Kulturangeboten und Vortragsveranstaltungen. Bereits im Dezember werden aus 600 beim DAAD eingegangenen Bewerbungen die nächsten Stipendiaten ausgewählt.

 

Ziel des Programms ist es, besonders fähige und leistungsorientierte Bachelorabsolventen aus der südlichen Hemisphäre auf zukünftige Führungsaufgaben in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Verwaltung ihrer Heimatländer vorzubereiten. Die Ausbildung an deutschen Hochschulen soll sie außerdem als künftige Ansprechpartner für die deutsche Politik und Wirtschaft qualifizieren. Der Aufbau eines weltumspannenden Alumni-Netzwerkes ist ebenfalls Teil des DAAD-Programmes.

 

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